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Borna. Das Museum der Stadt Borna zeigt ab Dienstag, dem 11. April 2017, die Sonderausstellung „Kohlespuren – Objekte erzählen“, die auch im Zentrum des diesjährigen Internationalen Museumstages stehen wird, der am 20. Mai stattfindet. 

Wyhra. Das Volkskundemuseum Wyhra zeigt derzeit die Ausstellung „Sehnsuchtszeichen“ in seiner Kleine Galerie im Kuhstall. Zu sehen sind vorrangig Fotos von Baumstämmen. In diese ritzten oder schnitten sowjetische Soldaten Rindenworte, mitunter auch ganze Borkenbilder. Die in Ramsdorf lebende
Anne-Sophie Arnold entdeckte sie im Kammerforst unweit der sächsisch-thüringischen Grenze. Die Soldaten hinterließen nicht nur ihre Namen, sondern auch die ihrer Herkunftsorte. Worte stehen neben Bildern und Symbolen. Hinter all dem lassen sich Sehnsüchte erahnen, solche nach dem Ende der Dienstzeit, nach der Heimat und danach, angesichts des oft drückenden militärischen Alltags ein Stück Individualität bewahren zu können. Damit wird eine Wirklichkeit jenseits der von der DDR-Propaganda gepflegten Bilderwelt sichtbar. Die Ausstellung „Sehnsuchtszeichen“ ist bis zum 14. Mai 2017 während der Öffnungszeiten des Volkskundemuseums zu sehen. Bis Ende März ist das Museum dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet; ab 1. April auch wieder samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr sowie dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.

Dr. Hans-Jürgen Ketzer
Museumsleiter