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Volleyball, Regionalliga Ost, Damen I

Borna. Am Sonntag zur besten Mittagszeit hieß es statt schwerem Sonntagsbraten leichten, aber feinen Volleyballsport in Borna zu genießen. Diesem Aufruf folgten 135 interessierte Zuschauer in die Bornaer Glück-auf-Halle, um ihr Heimteam nach vorn zu treiben. Hallensprecher Thomas Michael begrüßte als Gastmannschaft den Dresdner SC 1898 II als Vorjahresvierten der Regionalliga Ost. Das Mittagsbuffet war angerichtet, die Getränke standen parat, somit konnte ein spannendes Volleyballspiel starten, in dem die Bornaerinnen leider ihre erste Niederlage verschmerzen mussten. Nach 100 umkämpften Spielminuten triumphierten die Gäste mit 1:3. Klupsch & Co hätten einen Punktgewinn verdient gehabt und wurden für ihren Einsatz und Kampfeswillen diesmal leider nicht belohnt.

Mit dem Dresdner SC II stand Einheit ein sehr erfahrenes Team gegenüber. Die letzten Spieljahre schloss der DSC immer unter den Top 4 ab, in der Saison 2010/11 wurden sie sogar Regionalmeister. Demzufolge war ein Sieg keinesfalls Pflicht, doch ein Punktgewinn war anvisiert. Kapitänin Maxi Klupsch startete mit Diagonalspielerin Maria Schulze, den Mittelblockerinnen Christin Bobilow und Grit Taubert, sowie Sandra Stockmeier und Gaby Uhlig auf Außen. In Annahme und Feldabwehr unterstützte Libera Lisa Winkler. Gleich nach Anpfiff machte der DSC ordentlich Druck und hielt viele Angriffe der Bornaerinnen im Spiel. Einheit hatte sichtlich Mühe den Ball im gegnerischen Feld unterzubekommen. Nur magere vier Angriffspunkte erzielte der SVE im ersten Satz, ein schlechter Wert, das geht besser. Die Auszeiten von Trainer Sebastian Schroth waren nach einem 5:8 und 5:12 schnell aufgebraucht. Die eingewechselte Claudia Breitkreuz erzielte nochmal zwei Punktgewinne, doch die Damen aus der Landeshauptstadt brachten ihren 7-Punkte-Vorsprung sicher zum 19:25 über die Ziellinie. Einheit machte selbst relativ wenig Fehler, erzielte im Gegenzug aber auch keine Punkte.

Nach 27 Spielminuten gab es den ersten Wechsel. Constanze Thomas kam für Christin Bobilow ins Spiel, um den Block zu stärken und die effektiven Außenangriffe der Dresdnerinnen zu unterbinden. Dieser Plan ging erst später auf. Dennoch lag der DSC nach einer starken Aufschlagserie von Grit Taubert schnell mit 7:15 zurück. Gaby Uhlig konnte sich effektiv einbringen und war mit fünf Punktgewinnen erfolgreichste Spielerin des Satzes. Doch so einfach sollte es nicht weitergehen. Der DSC kam durch konstant gefährliche Aufschläge und einer bärenstarken Feldabwehr zurück ins Spiel und konnte nach einem 12:17 Rückstand mit 23:21 in Führung gehen. Das gibt’s doch gar nicht, dachte sich SVE-Trainer Schroth. Bis dahin zeigte Einheit einen ordentlichen Satz, stellte das Volleyballspielen aber plötzlich ein. Das bessere Ende hatte dann der DSC mit einem 21:25 für sich. Man war das ärgerlich, diesen Satz muss Einheit nach Hause bringen. So stand es nicht 1:1, sondern 0:2 aus Bornaer Sicht.

Im dritten Satz kam Susan Danz für Klupsch ins Spiel und sorgte mit eisernem Willen und präzisen Pässen für eine neue Qualität. Nach anfänglichen Unsicherheiten beim 8:8 kam der SVE immer besser ins Spiel. Uhlig erzielte fünf wichtige Angriffspunkte und Thomas stand am Netz wie eine Wand. Neben vier Blockpunkten, konnte sie zwei weitere im Angriff beisteuern. Auch Schulze und Stockmeier konnten sich besser durchsetzen und waren mit insgesamt zehn Punkten sehr erfolgreich. Dieser Satz konnte sich sehen lassen und wurde mit 25:16 dominiert.

Motiviert ging es auch in den vierten Satz. Nach einer starken Leistung wollte Zuspielerin Danz mit ihrem Team weiter konzentriert spielen und den angestrebten Punktgewinn sicherstellen. Doch leider ging dieser Plan nicht auf. Der DSC konnte sich gleich mit 3:6 absetzen. Einheit handelte nicht mehr so konsequent wie im vorherigen Satz, die Fehlerquote stieg rasant an. Die Annahme um die gesundheitlich angeschlagene Libera Winkler geriert immer mehr unter Druck und so hatte es Danz zunehmend schwerer ihre Angreiferinnen optimal einzusetzen. Hinzu kamen jetzt auch Abstimmungsprobleme in der Feldabwehr. Beim 11:12 keimte nochmals Hoffnung, doch mit fünf Aufschlagfehlern in entscheidenden Situationen kann kein Blumentopf gewonnen werden. Das Team von DSC-Trainerin Beatrice Schultz spielte nun das Match souverän zu Ende und ließ die Bornaerinnen mit leeren Händen zurück. Nach 100 Minuten hieß es 19:25 und damit 1:3 für Dresden.

Fazit: „In Summe hatten meine Mädels vor dem Gegner zu viel Respekt und gingen nicht so konsequent und siegessicher wie in den letzten beiden Spielen zu Werke. Bei einigen Spielerinnen fehlten heute einfach auch die entscheidenden Prozente, um ihr ganzes Potential ins Team einzubringen. Trotzdem war es vom kämpferischen Einsatz her eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann. Auch unsere Annahme stand trotz der starken Aufschläge recht stabil. Ein richtig gutes Spiel zeigte Gaby Uhlig, die mit 19 Punktgewinnen die erfolgreichste Spielerin war. Zudem zeigte sie eine gute Annahmeleistung. Auch Constanze Thomas war mit 10 Punktgewinnen bei lediglich drei Fehlern sehr erfolgreich. Sehr erfreut war ich über das Comeback von Susan Danz, die nach 1,5 Jahren ihren ersten Pflichtspieleinsatz hatte und eine gute Zuspielleistung zeigte. Letztendlich war diese Niederlage einkalkuliert und wirft uns nicht um. Wir werden uns in den kommenden zwei Wochen auf das nächste Spiel gegen Gotha konzentrieren. Im Aufsteigerduell wollen wir die nächsten Punkte für den Klassenerhalt sichern. Alles in allem wieder ein tolles Heimspiel vor 135 Zuschauern und das zur Mittagszeit. Die Stimmung war super und Thomas Michael hat als Hallensprecher wieder richtig eingeheizt“, fasst Trainer Sebastian Schroth zusammen.

Sebastian Schroth

Es spielten: Maxi Klupsch (C), Susann Bonin, Claudia Breitkreuz, Susan Danz, Lisa Winkler (L), Sandra Stockmeier, Maria Schulze, Christin Bobilow, Grit Taubert, Gaby Uhlig, Jessika Richter und Constanze Thomas.